Zur Orientierung auf der Aussteilung- wolleman vor allem Seite XIII und XIV beacliten!
Zur Einführung.
ass wir unseren Goethe am Rhein im 150. Jubeljahrwürdig feiern müssten, stand uns schon im Winterfest. Was 1849 die Goethebegeisterung in wenig Wochen derVorbereitung fast spontan aus dem Vollen heraus hier in Düssel-dorf geschaffen hatte, konnten wir zu erreichen oder gar zuüberbieten freilich nicht hoffen. Waren es zu jener Zeit dochkaum 17 Jahre, dass Goethe, der Gewaltige, die Augen ge-schlossen hatte. Wie anders ist die Welt, und gar erst Düssel-dorf, in diesen 50 Jahren geworden! Sollte in unserer materiellgescholtenen Zeit für eine rein ideale Feier wirklich noch Bodenvorhanden sein? Ueppig schoss der Zweifel an dieser Mög-lichkeit ringsum in’s Kraut. Doch wir glaubten unser rheinischVolk besser zu kennen, als die blassen Zweifler — und hat unsder Erfolg bis heute nicht Recht gegeben?
Auch über das Wie einer Goethefeier im Sommer 1899■waren wir nicht lange im Ungewissen. Goethes unvergänglicheMeisterwerke den Nachlebenden in möglichst vollkommenerGestalt wieder einmal vor Augen zu führen, war gewiss eindieser Zeit wmrdiges Unterfangen. Konnte man zu dieser reinlocalen Feier der pietätvollen Erneuerung des Goetheschen Ge-dächtnisses nicht das ganze niederrheinische Land nach Düssel-dorf laden? Flatte nicht Düsseldorf zu einer solchen Goethefeiereine besondere historische Berechtigung, einen geschichtlichenBeruf? Die Beantwortung dieser Frage führte uns ganz von