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Rheinische Goethe-Ausstellung : in der Aula der königlichen Kunstakademie zu Düsseldorf Juli bis October 1899
Entstehung
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Der vorzügliche Zeichner und Kupferstecher Lips schreibt Dr. Hermann Rollett in seinem biographischkunstgeschichtlichen Werke »Die Goethe-Bildnisse« zudem umstehenden Stichhat dies prachtvolle Bild-niss Goethes während seines Aufenthaltes in Weimar,wo derselbe auf des Dichters Verwendung von 1789bis 1794 die Stelle eines Professors an der Zeichnungs-Akademie bekleidete, im Jahre 1791 nach dem Lebenin grossartiger Auffassung gezeichnet und auch in

meisterhafter Weise gestochen . Es lässt dieses

vortreffliche, in edelster Weise stylisirte BildnissGoethes, bei bewahrter Aehnlichkeit im ganzen, infreier Unabsichtlichkeit und in herrlicher Erhabenheit,bereits deutlich den »Jupiter-Typus« des Dichtersahnen. Es ist der ernst - gewaltige Faust-Goethe inder Uebergangszeit, sozusagen aus dem Apollo- inden Zeiis-Typus. In Zeichnung und Stich überhaupteines der schönsten aller vorhandenen Bildnissblätter,ist dieses Folioblatt wohl das würdigste und künstlerischwerthvollste Bildniss, welches aus Goethes mittleremMannesalter und überhaupt von Goethe vorhanden ist.Lavater schrieb zu seinem, jetzt in der kaiserlichenFamilien-Bibliothek zu Wien befindlichen Exemplar:

Zwar nicht Goethes Aug, sein Aug ist geistiger,

kühner,

Dennoch lässt dies Aug durchdringende Kräfte

vermuthen;

Zwar nicht ganz die Stirn, nicht ganz die Augbraun

des Urbilds,

Aber, welche Stirn voll hellen, reifen Verstands doch!

Viel Sanguinität in der Nas und dem Kinn und dem

Ganzen,

Aber, welch ein Mund voll genialischen Reichthums!