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Ein cohärenter Körper widerfteht aber nichtallein der mechanifchcn Kraft und der chemifchenEinwirkung, fondern auch dem Einflufs der Wärme ,wie eine genaue Vergleichung der Warmecapacitätenund der Schmelzgrade mit der Cohäfion der Körperin obiger Tabelle zeigt. Körper von hoher Cohä-renz befitzen allgemein eine hohe Wärmecapacität,verbunden mit einem hohen Schmelzgrade und derGrad ihrer Cohärenz wird weder durch die Wärme-capacität allein, noch durch den Schmelzgrad allein,fondern durch die Verbindung beyder angegeben.Hier erfcheint das von Ritter* *) aufgeftellte undvon Steffens **) entwickelte Gefetz.
dafs die Cohärenz der Metalle ein Product ift ausihren Warmecapacitäten und Schmelzgraden.
Hieraus ergiebt fich wieder ein neuer Zufam-menhang der chemifchen Eigenfchaften der Körpermit ihren phyficalifchen Kräften. Denn wenn, wievorhin gezeigt worden, die Cohäfion gleich ift derDichtigkeit der feften einfachen Körper dividirtdurch ihre chemifche Zahl, und wie eben gefunden,die Cohäfion auch ein Product ift aus den Wärmeca-pacitäten und den Schmelzgraden, fo mufs das Pro-duct aus den Wärmecapacitäten und den Schmelzgra-den auch gleich feyn der Dichtigheit der feften ein-fachen Körper dividirt durch ihre chemifche Zahl,woraus folgt:
Auf diefe Weife kann ein Chemiker mit einiger Fertigkeitim Rechnen die verfchiedenen Eigenfchaften der Körper un-ter einander in Zufaramenhang fetzen und durch diefe Com-hinntionen fich wichtige Erfcheinnngen erklären, welche beyvereinzelter Betrachtung der phyfifchen und chemifchen Ei-genfr haften der Stoffe dunkel bleiben. Dunkle zufammenge-fetzte Erfcheinungen werden wieder klar durch die Aullüfungderlelben in ihre Elemente.
*) Gilberts Annalen. VII. 7.
“') Beytriige zur innern Naturgefcliichte der Erde. Freyberg
ifioi. S. 104.