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2 (1817) Erläuterungen zur chemischen Messkunst
Entstehung
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findet ficli wirklich in dem liärteften belcannten Kör-per, in dem Diamanten. Auch das Silicium und dasAlurniuin, welche eine niedrige ftöchiometrifcheZahl haben und in ihrer Verbindung mit Metallenan Dichtigkeit dem Kohlenftoffe nahe kommen, zei-gen hierdurch eine hohe Cohäfion an.

Durch die Berechnung liefse fich aus dem ftö-chiometrifchen Werthe und der Dichtigkeit derfeiten Körper vielleicht ficherer ihre fpecififche Co-liäfion ableiten, und genauer dem Grade nach be-ftimmen, als durch unmittelbare Verfuche. Dennwenn ein Metallftab durch ein angehängtes Gewichtzerriffen wird, fo äufsert fich dadurch eben io wohlnur eine einzige mangelnde Seite der Cohäfion, alsdurch das Nacbgeben unter dem Hammer. Der eineKörper zeigt feine Cohäfion durch Zähigkeit, derandern durch Härte, und eine geringe Zähig-keit erfcheint oft noch deutlich als Gefchmeidigkeit,Dehnbarkeit, Streckbarkeit, Ziehbarkeit u. f. w.,w'ährend ein beträchtlicher Grad von Härte, inSprödigkeit fich verlierend, nicht mehr erkanntwird. (Das fpröde Mangan ift olinftreitig cohären-ter als Gold; Antimon und Arfenik werden von Sil-ber an Cohärenz nicht übertroffen).

Es zeigt fich auch hierdurch, dafs die phyfi-fclien und mechanifchen Eigenfchaften der Stoffevon den chemifclien in ihren Aeufserungen wenigervon einander entfernt ftehen, als die grofse Ver-fchiedenheit derfelben vermuthen laffen könnte.Coliärent nennt man einen Körper, welcher eineräufsern Gew'alt widerfteht: aber eben diefer cohä-rente Körper widerfteht auch vorzüglich ftark dercheinifchen Einwirkung. Denn es geht aus demeben Gefagten hervor, dafs je cohärenter ein Kör-per ift, auch um fo kleiner, bey gleichem Volumen,feine Verbindungsgröfse wird, d. i. dafs er mit um fo