Druckschrift 
[1] (1815)
Entstehung
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261
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' Von

der chemikalifchen *) Zeichenfchrift.

Seit alter Zeit befitzt der Chemiker, wie der Ma-thematiker eine Zeichenfchrift, die eben fo kurz undeinfach als bequem ift: fie wegwerfen, wie Einigeneuerlich gewollt haben, heifst ficli felbft berauben,iie ändern, wie wirklich gefche.hen ift, heifst fiezerftören; denn die alt hergebrachten chemikali-fchen Zeichen find fo zufammenhängend und finnvoll,dafs man fie als Hieroglyphen ehren mufs.

Aber die Fortfehritte der Wiffenfchaft erfor-dern eine Erweiterung der Schrift: es müffen nichtallein die Zeichen, föndern auch die Verbindungenderfelben vermehrt werden, und zwar fo vi.el mög-lich im Sinne der altern Zeichenfchrift. Die Zei-chen , welche die neuere franzöfifche Chemie hateinftthren wollen, find nichtsfagend,. leicht zu ver-wechfeln und fchwierig zu faffen , wegen ihrer biszur Flachheit erkiinftelten Einfachheit. DaltonsZeichen find willkürlich, bunt und Ipielend: fie er-fchweren den fchriftliehen Ausdruck. Die Formeln,welche Berzelius gebraucht, geben vortrefflichdie Beftandtheile chemifcher Körper an, doch find

*) Es ift wohl gut, wie Kaftner vorgefelilagen hat, den Aus- druckchemikalifoh wieder einzuiiihren und vonche-mifch eben fo zu unterfcheiden, wiephylicalifch* vonphyfifch unteiTcbieden wird. Aeltere deutfehe Chemikerbeobachten sfchon dielen Untnrfchied. Auch der Engländerbefitzt aufser feinem chc/nik das Wort Chemical .

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