Druckschrift 
[1] (1815)
Entstehung
Seite
152
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Kiefelfaure Salze.

An die Metalle, welche diefen letzten Säuren zumGrunde liegen, fchliefsen lieh Kohle und Kiel'el, undan diefe die übrigen fauren Erden an. Zu den Säu-ren mülfen Kiefel, Glycine, Alaun - und Circonerdedeshalb gerechnet werden, weil fie falzfähige Grund-lagen und vorzüglich die Kalien und kalifchen Erdenneutralifiren. Durch diefe Verbindungen erhält, derBegriff der Salze eine weitere Ausdehnung, als bis-her gebräuchlich gewefen.

Die Dichtigkeit des Siliciums ift vorhin zu t,8,und der Gehalt der Kiefelerde oder der Siliciumfäurezu i Maal'se Silicium gegen 2 Maafse Sauerftoff an-genommen worden. Bey diefer Annahme trifft diechemifche Claffification mit Werners Svftem, wel-ches der Chemiker ungern angreift, nahe zufam-men: die neutralen und fauren kiefelfauren Körperkommen unter die Kiefelfoffilien zu flehen, und dieübrigen kiefelhaltigen Foffilien erfcheinen bafirtdurch die verfchiedenen Erden und Metalle, welcheihnen ihren Platz unter den andern Ordnungen an-weifen.

Ein neutrales kiefelfaures Salz, worin das Me-tall mit fo vielen Maafsen Silicium verbunden ift,als die Bafis Sauerftoff aufnimmt, enthält hiernachin der Säure doppelt fo viel Sauerftoff als die Bafisbefitzt. Wenn das lciefelfaure Salz bey feiner Neu-tralität, nach Berzelius, in der Säure und in derBafis eine gleiche Menge Sauerftoff enthalten füllte,