Druckschrift 
[1] (1815)
Entstehung
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folgt find. Für jetzt ift es confequenter und für dieBerechnung fowohl, wie für die practifche Chemiebequemer, den Stickftoff als einfach zu behandeln.Dadurch erhalt der Stickftoff, gleich den verwand-ten Stoffen, eben fowohl eine hydrogenifirte, alsoxydirte Seite.

Von dem Salz f ü ur er a die al.

Auch über dasR.adical der Salzfäure ift die Mei-nung der Chemiker noch nicht entfehieden.

Nach Hy. Davy befteht die Salzfäure aus ei-nem dem Sauerftoff ähnlichen Stoffe, Chlorine oderHalogen , und aus Wafferftoff.

Nach Berzelius hingegen befteht die Salz-fäure aus einem fäurungsfähigen Radicale und ausSauerftoff.

Der Widerfpruch folcher Männer kann in kei-nem Irthume, weder der Idee noch der Erfahrung,liegen: es läft fich vermuthen, dafs hier ein vermit-telnder Vereinigungspunct feyn müffe.

In derThat find diefe bevden Theorien nur ent-gegengefetzten Anfichten. Wasbey Davy negativerWafferftoff ift, giebt Berzelius als pofitiven Sauer-ftoff an, und zwar im doppelten Maafse. Wenn beyDavys Salzfäure der Wafferftoff unter dem Zeichenim doppelten Sauerftoffwerthe ausgedrückt wird,fo findet man in der Salziäure von Berzelius denSauerftoff unter dem Zeichen wieder.

Davys Salzfäure

= ico Halogen -{- 2,3313 Hydrogen;

Berzelius Salzfäure

= 100 oxydirte Salzfäure 29,454 Oxygen.Dia Menge von 2,3313 Wafferftoff ift nahe hinrei-