4
Verbindungen noch fchwicriger, als fie. fchon ift.Seine unlichtbaren Atome, deren Geftalt, Lasre unclGewicht für die verfcbiedencn Stoffe er angiebt,find willkürliche Annahmen und feine mit vieler Ge-duld angeftellten Unterfuchungen über den Uurch-meffer, den körperlichen Inhalt und die Anzahl derAtome führen in verwickelte Berechnungen, dieeinen geübten Freund der Zahlen erfordern , wennlieh Refultate daraus ziehen taffen füllen. Uebrigensfind auch die Zahlen, womit er jeden Stoff bezeich-net, blofs angenommene und daher von ihm felbftund feinen Anhängern oft veränderte Zahlen, derenNothwendigkeit aus der Natur der Stoffe nicht ab-geleitet ift.
Gegenwärtige einfache ftereometrifche Theoriechemifcher Verbindungen ift von Daltons undBerzelius Lehren, worin die Verhältniffe nachGewichten angegeben werden, durchaus unabhän-gig. Sie wird wahrfcheinlich eine Zeitlang Wider-fpruch linden, weil der Urheber, von der Wahrheitder Sache eingenommen, vielleicht nicht den Wegzu finden weifs, fie ganz klar mitzutheilen, odervielmehr, weil fie fo einfach ift wie die Natur felbft;aber ihre practifche Nützlichkeit wird ihr doch end-lich Eimrane verfchaffen. Ein Anderer wird fieverbeffern, weil fich Fehler im Einzelnen vorfindenkönnen, aber dafs die Idee richtig ift, davon zeu-gen die Refultate.
Der Chemiker ift gewohnt, mit der Waage inder Hand zu meffen; es hat fich aber fchon gezeigt,dafs man mit ftereoinetrifchem Maafse leichter dieEinfachheit chemifcher Verbindungen auffinden kön-ne. Nach Gay-Lufi’ac verbinden fich zahlreicheGafe in einfachen Raumverhältniffen zu beftimintenneuen Gnsarten, zu feften und flüfiigen Oxyden,.Säuren, Salzen. Dafs die Gafe allein fich nach ein-