5
fachen Verhältniffcn verbinden fohlen, ift nicht gutdenkbar, obgleich fie bey (liefen leichter zu entde-cken lind, indem fie lieh in einem fehr expandirlenund dabey gleich expandirten Zuftando befinden: esift vielmehr zu vermulhen, dafs auch die Verbindun-gen fefter und llüfliger, fo wie fefter Körper untereinander nach einfachen Raumverhähnilfen gefche-hen; denn eine gewiffe Raumerfülluiig der Stoffemufs man lieh als bleibend denken *); indefs derEinflufs des Gewichts derfelben , während ihrer clie-mifchen Reaction, wenigltens in Beziehung auf ein-ander, aufgehoben wird.
Wenn man die Ra.umverhältniffe der Körpervergleichen will, fo muffen fie fich in einem gleichenExpanlionszuftande befinden. Warmes Waffcr undeine kalte Säure mit demfefben Maafse gemeffen, ge-ben nicht das wahre Verhältnlfs, worin fie vielleichtin irgend einer Verbindung fich befinden: beydemüffen bey derfelben. Temperatur gemeffen werden.Eben fo kann auch eine Gasart nicht mit einemtropfbar fliiffigen und diefer nicht mit einem feftenKörper dem Raume nach verglichen werden; fißmüffen fich auf dprfelben Stufe der Expanfion be-finden.
Es giebt aber Körper, die nur in Gasform undfür fich allein yveder tropf bar flüffig, noch feft vor-
*) Es verwahrt fich hier der Verf. ausdrücklich gegen den Vor-wurf der Atomiftik. 1 Die Atomiftik und Dynamik lind ihmnur die entgegengefetzten Aufiebten derfMben Sache. Sobald,er rechnet und beftimmt, iic er Atumiftiker, denn es mufsihm. ein Stoff gesehen feyn und er darf in dem Augenblickenicht fragen, woher er komme. Sobald er aber die Eigon-fchaften eines Stoffs ableiten will, fo. mufs erDynamiker feynund die Kräfte des Stoffs (und diefe find der Stoff felbft) ansKräften entftehen laffen. Es giebt eine dritte, beide verei-nigende Anlicht der Natur,, die aber nicht im Kreife des ex-perimentirenden Naturforfcfiers liegt, fondern der Philofo-phie angehört.