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Marienroder Urkundenbuch : [bis zum Jahr 1400]
Entstehung
Seite
VI
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die Überlassung der Kirche zu Ödelum au dasselbe für daSneue Kloster (Urf. 1).

Damals hieß der Ort »nouale Bacconis,« war also voueinem Bacco auS dem Südwalde (dem jetzigen HildeshcimcrWalde) urbar gemacht worden. Nachforschungen über daSGeschlecht dieses -Bacco (eines Namens, welcher in den tradi-tiones Corb. für die Gaue Nortthnringv und Wikanafeldevorkommt) Andern überlassend, verweisen wir aus Note 1 zuUrk. 1, in welcher die Veränderung des ursprünglichen Namensin »ßaccenrolh, ßackenrode, Betzingerode, Bcsfingcrode,Nouale sancte Marie« und »Marienrode« nachgewiesen ist.

DaS Siegel des Klosters, das eine sitzende Himmels^königi» mit der Umschrift: -\- 8'.- eonvßnmvs novwiiigSMiteme sriKßte darstellt, ist auf dem Titel dieses Urknnden-bncheS nachgebildet.

Zu der Dos des Klosters gehörte auch die Kirche zuBethet» (Urk. 1), am 7. März 1180 kam die Kapelle zu Groß-Frcden hinzu (Urk. 6), am 26. März 1224 befand sich auchdie Kirche zu Ammcnsen im -Besitze dcS Klosters (Urk- 11) undwar die Kapelle in Freden znr Kirche erhoben. Für letztereerhielt das Kloster am 1. Juli 1290 vorn -Bischöfe Sigfricddie Kirche zn Kirchrvdc mit allem Zubehör und Gerechtsamen,lvie auch allen Einkünften derselben st, letztere znr Entschädi-gung dafür, daß das Kloster Marienrode dem Kloster Escherdcdie Kirche zn -Bethet» übertragen hatte (Urk. 0, vergl. 109).Dagegen erwarb das Kloster Marienrode am 12. Decbr. 1308 dieKirche zn Dickholze» (Urk- 162 und 163). In dem znr Pa-rochic Dincklar gehörenden Dorfe Wcndhanscn hatte daS Klosterschon vor dem 21. Dccbr. 1297 eine Kapelle erbaut (Urk. 104);

nanntc diesc Mönche ben Orden der Ereniilen «der Einsiedler deS h.Augustinus. Sie wurden 1287 cremt von der Gerichtsbarkeit derBischöfe. Ihre Gcneralcapitcl wurden im je sechsten Jahre gehalten.Ein General stand dem ganzen Orden, ein Prior jedem Kloster vor.Im 16. Jahrhunderte soll der Orden 2600 Klöster mit 30,660Mönchen und 300 Franenklöstcr gezählt haben.

2 ) S. über dieselben Böttcher Geschichte des Kirchsp. Kirchrode und derUmgegend S. 36 fs.