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Sechster Theil : Zweyter Band (1775) Von den Corallen : mit achtzehn Kupfertafeln
Entstehung
Seite
750
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7Zo Sechste Cl. V.Ordn. Thkerpflanzen.

mit den besten Vergrößerungsgläsern, habe ent-decken können. Diese Leimigkeit sey eines thic-rischen Ursprungs, und die Ursache, daß man ge-miste Horncoralle finde, die viel fester wären, alsdas allerhärteste Holz. Mithin sey das ganzeBestandwesen von Thieren gemacht, und habegar nichts pflanzenartiges an sich. Dieses suchtdenn der Herr Ellis auch damit zu bestärken, daßman auch sogar an den ältesten und größten Horn-corallen, dergleichen man in den nordischen Mee-ren zu sechszehn Schuh hoch oder lang gefunden,dennoch keinen Saamen entdeckte, und daß alleHorncoralle einen thierischen Geruch, wie gebra-tene Austern geben; Allein es tragen unsereHaare auch keinen Saamen, haben einen thieri-schen Geruch, und sind doch nicht von Thierengebauct. Inzwischen sind nun hier die Meynun-gen großer Männer getheilt, und wenn man mitdem Rirrer von Linne und Herrn Pallas an-nehmen will, daß die Horncoralle pflanzenartigwachse, so wird man doch nicht von diesen Na-turforschern belehret, was es denn für ein pflan-zenartiges Wachsen sey, eben so wenig, als wiedie Pflanze in ein animalisches Mark über gehe,oder in beseelte Blumen verwandelt werde; so,daß uns bey der neuen Meynung, eine Un-gewißheit und Dunkelheit nach der andern auf-stößt, und wir derselben unmöglich Bcyfall gebenkönnen.

Was nun aber die Arten der Horncoralle be-trift, so ist deren eine sehr große Verschiedenheit:Einige bestehen in einzelnen geraden oder gewun-denen Stämmen, andere sind vielästig, entwederbäum- oder staudcnförmig; wieder andere sindausgebreitet, wie Fechcr oder Wedel, jede Artaber erreicht eine bestimmte Größe, von einemZok an, bis sechözehen, und vielleicht noch mehr

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