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Sechster Theil : Zweyter Band (1775) Von den Corallen : mit achtzehn Kupfertafeln
Entstehung
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748
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748 Sechste Cl. V.Ordn. Thierpflanren.

Z4i. Geschlecht. Horncoralle.

^oopk^ra: OorZoms.

Geschl. ? -.orFones sind in der Fabelgeschichte drey Töch-Benm- tcr des phorcyus, welche Scylla, Mcdu-nung. sa und Stheno hiessen, und so erschrecklich heßlichaussahen, daß man auf ihren Anblick für Schre-cken in Stein verwandelt wurde. Deswegen nenn-te plinius die Coralle, weil sie gleichsam von Holzin Stein verwandelt wären, 6or§onia, und die-ser Bencnnnng bedienet sich nun der Witter, umgegenwärtiges Geschlecht der Horncoralle damitzu belegen, welche, wenn sie noch ihre Rinde ha-ben, von dem Boerhave litanoceratopkM;ohne Rinde aber bloß Leratopk^ta, oder K.er3-topkzcka genennet wurden. Ucberhaupt werdendiese Coralle, wegen ihres gesiräuchartigcn Anse-hens, von den Holländern unter dem Wort 2ee-neEster, das ist: Meergesträuch oder Meerge,wächst verstanden.

Von diesen Horncorallen behauptet nun dersprung. Gitter: daß sie durch eine deutliche Metamorpho-sis aus einem pflanzenartigcn Wachsthum in einethierische Natur über gehen. Die Pflanze näm-lich ist gcwurzelt, und schießt nach Art der Meer-moose mit einem ästigen Stiel auf, welcher miteiner Rinde bekleidet ist, die sich zu Holz verhärtet,und den Stamm die jährlichen Ringe anlegt, odersich immer mit einer neuen Rinde überziehet. In-nerhalb den Stamm aber befinde sich das beseelteoder thierische Mark, welches mit thierischen Po-