268 Geschlecht. Spinnen. 1069
fplnst räumen muß Jedoch trägt es sich zuweilenru, daß ein Männchen und Weibchen nach vielenweit hcrgesuchten Ceremonicn, sich miteinander ver-stehen. Das Weibchen hat den Bau ihrer Begat,lungswerkzcugc ander Brust, das Männchen aberam Kopfe, in gewissen gegliederten kolbenartigen Fühl-hörnern, womit es dem Weibchen auf die Brustlüpfet Das geschwängerte W ibchen wird sehrdicke und trägt eine große Menge Eyer; etliche füh,ren dü selben in einem Eyersacke auf dem Rücken, an,dere spinnen ihre Eyer in einen Ballen ein, oder ver-stecken sie sonsten wo. Die jungen Spinnen, die her,auskommen, müssen sich selber ernähren, denn es be-kümmert sich weder Vater noch Mutter um sie, undwenn sic erwachsen sind, legen sie jährlich im Früh,jchr einmal ihre Haut ab, wie hie Krebse, und wer,den wohl vier Jahre alt.
Man hak von den Spinnen auch geglaubt, daßsie giftig wären. Es ist aber dieses nur von sehr we,nig Arten zu vermuthen, und zwar von solchen, dienach Art der Schlangen einen hohlen oder durch»bohrten Giftzahn haben, da die meisten übrigensunschädlich sind, wie sie denn vielen Vögeln, Hüh-ncr», Tauben, Schwalben und dergleichen zumFutter gereichen, ja man hatBeyspiele, daß schwan,gere Weiber eine verkehrte Eßlust bekommen, unddie Spinnen von der Wand mit großer Begierde,und ohne Schaden gegessen haben. Vielleicht abergiebt der Biß von mancher Art eine Entzündung,wenigstens möchten wir keinen Stich weder von derTaramula noch von der großen brasilianischenSpinne aushalten, davon wir an seinen Ort einmehrercs erwehnen werden.
In Absicht auf die Füße ist gleichfalls zu be, F^e.merken, daß sie deren acht und nicht zehen haben,denn die zwey Fühler am Munde haben zwar öftersPyy Z «n
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