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Fünfter Theil : Zweyter Band (1775) Von den Insecten : nebst vierzehn Kupfertafeln
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1068
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loLSFünftcCI. VII. Ord. Ung-flüg-lte.

worauf sie denn hernach einmal zur bequemen Zeitdie Beute aussaugen, gleichwie sie hinwiederum vonden Wespen undRanpenrödrern gefressen werden.

Andere machen ein ganz dickes und dichtes Ge,webe in den Ecken der Wände, das gleich den feinstenNcsseltuch verfertiget ist. Wiederum andere ziehennur etliche Faden vor Löcher und Ritzen, und einige,die auch dieses nicht nöthig haben, spinnen gar nicht,wie denn jede Art in diesem Stück ihre eigene Ge,wohnheit hat,

Die Faden werden auS einer gewissen zahcttFeuchtigkeit durch Drüsen, mir feinen Oefnungen,öfters zwölfdräthig an dem After gesponnen, welchesodann in frcyer Luft gleich erstarren, und hart wer,den. Es mögtcn aber wohl sehr viele Fäden zmammcngenommen werden müssen, che man ein armdickes An,kertau heraus brächte. Wiewohl man zur Curiositätin etlichen Cabinetten gewebte und gestuckte Sachenzeiget, die von Spinnenwebe und deren Tünchen ge,macht sind. Denn einige spinnen ihre große MengeEyerchen in Tünchen ein, welche sich wie Seideverspinnen und verarbeiten lassen. Diese Vcrschie,denheit ihres G ftstnnstcs hat erlichen SchriftstellernGelegenheit gegeben, alle Spinnen unter gewisseHauptabthcllunqen zu bringen, als Hausspinnen,deren Gewebe dicht ist; wauerspinnen, die inLöchern wohnen; Feldspinnen, welche vielerlcyGespinst horizontal zusammen häufen; und Garten,spinnen, die sehr weirläufkig mathematisch, im Air,kel, und senkrecht spinnen, welches aber alles bcyjeder Art naher soll angezelget werden.

Begat- Was ihre Begattung betrift, so leben die Spin,

tung. nen gar nicht gesellig oder freundschaftlich beysammm,sondern jede allein, und wo die eine in der andernGehege kommt, so gehet es auf Leben und Tod, dader Schwächere dem Stärkern das Haus und Ge,

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