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Fünfter Theil : Zweyter Band (1775) Von den Insecten : nebst vierzehn Kupfertafeln
Entstehung
Seite
910
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9ivFünfteCl.V.Ord.MithäutigenFlügeln

welches die Eyer, oder die Gehäuse sind, worinneihre Jungen, oder deren Larven stecken, und manstehet sie mit unsäglicher Mühe und Fleiß diese söge,nannten Eyer forischleppen, und in gute Ver«Wahrung bringen.

Sie thun im Sommer großen Schaden amObst, Pscrsichcn, Trauben, und dergleichen, wo«wider kein besseres Mittel ist, als die Stamme vonunten miteinem Ringe von Schiffthcer zu beschmieren,oder Gläsgcn mit Sirup an die Bäume zu hangen.

Den größten Schaden empfinden die India«ner und Americaner von ihren rorhen und weis«sen Ameisen, welche in unsäglicher Menge in denHausern herum laufen und alles anfressen und vorder«ben, sogar verschonen sic die Korkstöpscl auf Gläsernnicht, um in das Glas zu kommen, und Nahrung z»suchen. Es hat aber die Vorsehung schon gesorget,Laß ihrer Vermehrung Einhalt gethan werde, indemdie Amciscnlä^e ( siehe hcn ersten Thcil >8Z.)«inen großen Thcil verzehre». Ausserdem fressen sie,und zumal ihre Eyer, die Nachtigallen und andereVögel; wodurch manches Nest zerstöhrct und ihreVermehrung gehindert wird. Dahingegen findetman auch eine Art Zugamcisen, die mit einem großsen Heer von Haus zu Haus gehen, und alle andereJnscctcn aufräumcn, und dann wieder fortzichen.

Nach Adansons Bericht, sollen in Aftica sehrgroße Ameisen in erschrecklicher Menge seyn, wcl«.che an der Küste von Guinea Nester zu acht biszehen Schuh hoch anfwcrfcn, und ganze Ziegen undSchafe tödtcn und verspeisen. Wenigstens war derenglische Capirain Schmidt am Laap Eorsean der Goldküste Zeuge eines Sturms, den ein der«gleichen Lager von Ameisen auf das dasige Castellmachte, so daß man mit einer Linie von Schicßpul«ver ein Lauffeuer machen, und dadurch die heran«marchirende Armee abhalcen und zurücke jagen mußte.

Wenn