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Fünfter Theil : Zweyter Band (1775) Von den Insecten : nebst vierzehn Kupfertafeln
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911
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249. Geschlecht. Ameisen. 911

Wenn man diesen Thlerchen ein getödtetesHuhnln den Weg warf/ hielten diejenigen/ die auf diesemWege waren/ die Wacheherum, und schickten einenBothen in ihre Heimath zurück, um von diesem Vor,fall Nachricht zu geben, worauf denn sogleich eingewaltiges Heer Ameisen angezogen kam, und dastodte Huhn zurück in ihr Nest schlepte.

Die größten africanischen Ameisen sind fasteinen Zoll lang, die Indianischen halten über einenhalben Zoll, und die Europäischen gemeiniglichnur einen Vicrtclszoll. Die eigentlichen Eycr sindklein, die Larven verhauten sich ein paarmal undwerden alsdann Puppen, die man gemeiniglich, dochmit Unrecht Ameiseneyer nennet, aus selbigen kom,men in wenig Tagen die Ameisen selbst zum Vor,schein. Sowohl die Ameisen selbst, als ihre sogenan-te Eyer, oder die Puppen ihrer Bruch, werden in denOfficinen als eine Arzency, besonders des flüchtigenSalzes wegen, gebraucht. Was nun aber ihreverschiedene Arten betrift, so werden deren von demRirrer achtzehen angeführet, welche wir nunmehrsnaher beschreiben wollen;

1. Die Pferdameise, kormica kerculeana.

' ^ Unter den Europäischen ist diese die Größte,i ^ wiewohl man sie auch in Nordamerica findet.,>i< Sk ist glatt und schwarz, hat einen eyrunden Hin-terleib, und rostfarbige Schenkel. Ihr Aufenthaltist in alten verfaulten Stämmen. Sie wird wegenlzM ihres schnellen Ganges die Pferdameise gencnnet.IW In der Größe kommt sie den Bienen fast gleich, istin jedem Kiefer mit fünf Zähnen versehen. DieFühlhörner haben drcyzehen Gelenke. Das unterste^ ist kurz, das zweyte ist so lang als das halbe Fühl-Horn, die übrigen eilf aber sind klein und alle gleichW" lang.

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