Prediger Galomo's. 727
gebunden; alles wie in eine Kette zusammenge-schlangen: nur daß sich die an einander gerei.Heren Gedanken nicht nach einer künstlichenDisposition sceletiren lassen. Alles haucht auchvon Anfang bis zu Ende einerlei Geist; diechaldäisch-gefärbte, rauhe, spielende Spracheherrscht durch und durch; alles ist in eine ge.wiße Rundung und Einheit gebracht, wie An-fang, Mitte und Ende zeigt, — in eine Ein-heit, die kaum zu erreichen gewesen wäre, wennder Verfasser blos Bruchstüke fremder Werkezusammengestellt hätte. Nichtigkeit ist dasBand, das alles bindet. Mit dem Ausspruch,mit welchem das Buch anfängt, hört es auch auf(Kap. I.2 vergl.XII. 9 ;
und derselbe kehrt auch im sauf der Betrachtun-gen unzähligemale zurük (z. B. I I. i. 11. 15-17.19. 2Z. IV. 4.7.16. V. 9. VI. 9. ii. 12.VIII. 10. 14. X. 8 w.). Nun läßt sich dochnicht denken, daß alle die Schriftsteller, derensich der Verfasser bedient hat, bei ihren Be-trachtungen über die menschlichen Dinge sichdenselben Mittelpunkt gewählt haben, daß sieüberall von Nichtigkeit ausgegangen seyn,und auf sie alles zurükgeführt haben sollten:wie könnte also das Buch ein Cento, aus man-cherlei Lappen von ganz verschiedener Texturzusammengesetzt, wie ein Werk, wie der Tal-niud, oder ein ähnliches blos compilirtes Buchseyn? Endlich wechseln ganz offenbahr zweier.
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