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3 (1783)
Seite
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726 Prediger Galomo's.

weniger auffielen, welche sein Zeitalter auf ihnwarf. Und warum hätte der Verfasser diesesKleid nicht sollen wählen dürfen, da sich dochosseubahr mehrere Schriftsteller des A. T. poe-tische Dichtungen erlauben?

Z. Seine Quellen waren theils seine eigene,theils fremde Erfahrungen, die er sich durchdaö Lesen seiner Vorgänger zu eigen gemachthatte. Dies sagt der Verfasser am Ende mitdürren Worren (§. 6; 8); und nächstdem vcr-räth es auch hie und da die Sprache. Bis-weilen laufen Stellen mit unter, in denen derAuödruk reiner ist, als anderwärts; zuweilenerhebt sich der Stil so stark, daß man nichtmehr den Schriftsteller, von dem das Uebrigeherrührt, zu lesen glaubt. So ist z. B. imi2ken Kapitel die Beschreibung des Alters inAusdrüken und Wendungen gefaßt, wie sieschwerlich dem Verfasser entflossen seyn wür-den, wenn ergänz unabhängig, ohne von einerfremden Schilderung Gebrauch zu machen,blos aus dem Schaß seines Herzens geschrie-den hätte.

4. Inzwischen ist das Buch gewiß nichtdurch eine blose Zusammenstellung fremderFragmente und fremder Weisheitssprüche ent-standen. Denn nirgends ist Einzelnheit derAufsätze, von der man nicht im Plan des Buchsdie Ursache fände, sichtbar; alles ist nach Maaö-gabe des zu Grund gelegten Entwurfs genau

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