Rlagelieder Jeremias. 70z
sen Grund nicht unbedeutend nennen. Abernach der ganzen Gedankenfolge des Dichterserklärt ers nur für heilsam, wenn man von Ju-gend auf an Leiden gewöhnt werde; da lernemau Gedult, und die Erfahrung, daß dasElend auch ein Ende nehme. Denn die aufdie citirte Stelle folgenden Verfehl. 28. 29.zo) enthalten doch offenbahr ein Gemahlde voneinem Gedultigen. Es mag nun Jeremiasden Sah im Allgemeinen ohne Anwendungvortragen oder sich selbst dabei im Sinne haben:so bleibt er von ihm allemal wahr. Von feinerfrühen Jugend an hat er gelitten. Wie viel! Leiden zog ihm nicht fein Prophetenamt feit sei-! nem ersten Anfang zu?
^ z. «Konnte aber iemand von Zedekias! «Zeitgenoffen, dem Auswurf eines bösartigen»Volkes, sagen: Unsre Vater haben gefündi-«get, die nicht mehr find, und wir muffen die«Strafen ihrer Miffekhat tragen?" — Sicherin der Sprache des Schmerzes! Wie unbe-ständig diese ist, weiß ieder: bald klagt er überunverdientes Leiden; bald erhohlt er sich wiederund erkennt das Gegencheil. Dies ist auchdie Sprache unsres Buchs — ein untrüglichesZeichen, daß der Schmerz wirklich aus demDichter rede. Wie oft giebt er das nicht zu,was er hier zu leugnen scheint, als: Kap. l.>8 rr.
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III. Theil.
Gewiß,