Hohes Lied. 69z
Liesen Absätzen Einzelnheit der Lieder, Wechselder Seenen, Manchfaltigkcit der besungenenGegenstände sichtbar. Daß überall so eineRundung und Einheit bemerkbar ist, kommtgewiß nicht von einem Ohngefahr, sondernsicher von Kunst her: der Sammler, er mag„un mit dem Verfasser eine oder von ihm ver-schiedene Person seyn, scheint durch die Zusam-menstellung so weit als es ihm möglich war, undsein Vorrath von Liedern es zulies, dieselbe ha-ben erreichen zu wollen. Was sich nicht zu sei-nem Zwek schikte, das stellte er ans Ende. Da-her steht die zarte Zurükerinnerung in die Ju-gend der Liebe und die Beschreibung der Machtder Liebe (VIII. 5 - 7); das Gespräch altklugerBrüder über ihre Heranwachsende Schwester,und ihre naive Antwort (VIII. 8-12), und derZuruf des horchenden Liebhabers, der der Göt-tin seines Herzens ein Lied der Liebe entlokenwollte (VIII. iz. rg) am Ende. Nach diesenWinken, die das Buch selbst giebt, bekommenwir vier Bücher oder Absätze von Liedern derLiebe und einen Anhang.
1. Das erste Buch Kap. I — II. 7.
2. Das zweite Buch Kap. II. 8 — HI- A
z. Das dritte Buch Kap. III. 6—V. 2.
4. Das vierte Buch Kap. V. 3 — VIII. 4.
5. Anhänge Kap. VIII. —14.
Alle vier Bücher beschloß der Sammler mit ei-nem teilnehmenden Zuruf: das erste, drittex 3 und