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3 (1783)
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6y2 Hohes Lied.

eines Drama hangen, Veranlaßung gegebenhaben, das vielleicht nur zu einem falschen Re-sultat geführt hat: und was war das wohl?Man fand Anfangs und Schlußzeilen; undhinter einer Anzahl von Liedern immer einSchlummerlied. (Gleiche Anfangszeilen Ho-hesl. III. 6. VI. io. VIII. 5. gleiche Schluß-zeilen II. 17. IV. 6 u. s. w. das Schlummer-lied II. 7. m- 5 - VIII. 4).

Hat aber denn nicht iede Nation ihre Lieb-lingSanfange und Wiederhohlungen? liebt nichtinsonderheit das Schafergedicht und die Liebesolche Abwechslung, solch angenehmes Wieder-kommen, Gespräche, Wettgefange, amöbaischeLieder, wie wiederhohlte Küsse und Schwüre? n)

So konnte man schon mit dem Verfasser-er Lieder der Liebe antworten. Dabei muß«KM aber noch eine künstliche Zusammenstel.lung der Lieder nicht übersehen, welche zu man.chen dieser wiederkehrenden Zeilen Anlaß gege-ben hat. Nimmt man das Schlummerliedzum Ruhepunkt, und überschaut, was zwischenzwei Schlummerliedern in der Mitte steht, s»dringt sich die Bemerkung auf, daß der Ge-sang immer von zarten Empfindungen derSehnsucht anfangt, und bis zum Wonnegenußder Liebe hinaufsteigt. Nachstdem ist zwischen

diesen

o) S- l'llkocu'c. klololl. Lion. Virzil, «clox.

Herder'« Lieber der Liebe S. n§.