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3 (1783)
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Hohes Lied.

Konstantinopel gegeben: ich weiß nicht, wersie läse, und nicht zugleich an das ungleich schö-nere und schätzbarere Lied Salomo'S dachte.Joncö e) hat Proben der morgenländischen, in-sonderheit der persischen Poesie geliefert: ichweiß nicht wer sie, sowohl Araber, als den Per-ser Hafiz läse, dem nicht zugleich der ungleichlieblichere, einfältigere Salomo einsiele? SelbstOssian und alle Völker in der ersten Einfalt,singen sie Liebe, so ists immer, wie aus demHohenlieds, 5 ) Ich dächte, wir nähmen alsosicher den Saß an, daß hier Liebe gesungenwerde, nicht blutige Eroberung, nicht Policei-wesen, noch Buße und Bekehrung. Es istweder ein Dialog der Todten im Grabe, nochein Kompendium der Keßergeschichte; sondernwas es ist, und in iedem Wort sagt, ein Liedder Liebe.

2. Und zwar wird Liebe darinn gesungen,wie Liebe gesungen werden muß, einfältig süß,

zart,

e) Isttel üs poeli ^tiarica I-ixk. 1777. Einige Oden

von Hast; waren schon in der Abhandlung vonder orientalischen Poesie hinter Nadirschachs Le-ben bekannt und übersetzt.

k) Ich erinnere im Vorbeigehen, daß daraus selbstdie Ucbereinkunft des Theocrit mit einigen Stel-len im hohen Liede erklärt werden muß, die schonoft den Auslegern ausgefallen ist. Hohes!. I. y.VI. 10 vergl. Theocrit XVIII. zo. 26. Hohesl.IV. n vergl. Theocrit XX. 26. Hohesl. VM.6»7 vergl. Theocrit xxili. 23—26»