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3 (1783)
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-Hohes Lied.

in Ordnung bringen, und sie so stellen können,daß die Liebe in den Liedern selbst allmahlig biszur Höhe des vollen'Genußes hinangestiegenwäre. Dort schloß er dann mit einem Schlum-merlied, und hier wünschte er den Genießendenlangen Genuß der Früchte aus dem Paradiesder Liebe.

§. 648.,

Inhalt desselben»

Das Buch singt also, wenn wir seinenwirklichen Eindrüken folgen, und sie nur unsselbst gestehen wollen, Liebe, Liebe, ä)

i. Die alten Deutschen nannten es dasBuch der Minne, und das ists offenbahr; vomKuß fangt'S an, und endiget mit einem zartenSeufzer.

Lady Montague hat in ihren Briefen eini-ge Zeilen aus dem Harem des Sultans zu

Kon-ti) Der vortreffliche Verfasser der Lieder der Lie-be (Leipzig 1778), dem ich mit allen neuern Aus.legern des Hohenlieds so viele Aufklärung dessel,ben verdanke, erlaube, daß ich mit seinen Wor-ten (S- 89 ff-) den Inhalt desselben beschreibe.Schwacher, aber nicht richtiger könnte ich ihnmit meinen Worten darstellen. Warum sollte ichaber meinen Lesern das Vergnügen rauben, basihnen die schöne Sprache des Verfassers gewah.ren muß?