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Hohes Lied.

stände führen. Hinter ieder geschilderten Si-tuation der Liebe, wo ihr Wonnegefühl in Be-rauschung übergeht, wird ein Schlummerliedgesungen (Hohesl. II. 7. III. 5. VIII. 4); esscheint der Samm'"r dieser Schilderungen, alsmitfühlender Zuschauer den Liebenden zu wün-schen, daß ihr Traum der Seligkeit lange wäh-ren möchte. Ein andresmal tönt ihnen vonder Ferne die Stimme der Theilnehmung zu(Hohesl. V. 2)

esset, Traute, und trinketund werdet trunken, ihr Lieben!

Und wenn der Dichter im Vorhergehenden sei-ne eigene Liebe sang, für wen schikte sich dertheilnehmende Zuruf besser, als für den Samm-ler, der die beschriebene Scene tief empfand?Den neuesten Kommentar des Tibull rührtendie Regungen der edeln Sele, die unter denQualen der Krankheit nur nach der Liebe ihresFreundes seufzte, so tief, daß er auf das Grabdes holden Mädchens, das so empfand, eineBlume legte: bene ^Isciäegue gnielcasl//crn'ae/wir/ e) Wiesie dieser unter das Lied der schönen Sele nieder-legte, so hatte iener einigemale Blumenkränzean die Rosenkränze der Liebenden selbst ange-schlungen.

Inzwischen hätte doch auch der Dichterselbst diese seine Lieder der Liebe nach einiger Zeit

in

c) sä libullum x. 20Z. eält. 2«