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Die Jahrbücher des Lambert von Hersfeld
Entstehung
Seite
XX
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XX Vorwort. 1

Freiheit, nach dem lauten- und cinmüthigcn Geständnisse aller,die entweder der Leichtsinn des Königs verletzte oder seinStolz beleidigte, gezollt werden mußte. Ob mit Recht oderUnrecht? Dieses zu entscheiden stand dem Verfasser schwer-lich zu, der nicht nur die übcrmüthigcn Thatcn des Königsund das unwürdige Benehmen seiner Diener und Vertrauten,die aus dem Handel mit geistlichen Aemtcrn, wie aus einernie versiegenden Quelle entspringenden Uebcl wahruahm und ^bcsenfztc, sondern auch die gegen diese Krankheit, welche denganzen vorher gesunden und kräftigen Leib des weltlichen undgeistlichen Staats mit dem verderblichsten Gifte eingesteckt hat-ten, augewendetcn Mittel für wirksam und heilbringend hielt. ^Aber auch von der gegen ihn erhobenen Beschuldigungbei Darstellung des Lebens und der Sitten des Königs, dieWahrheit hiutangcsetzt zu haben, ist er frei zu sprechen, dadieselbe durch Vergleichung mit andern Historikern jener Pe-riode vollkommen widerlegt wird, denn es gicbt fast keinenunter ihnen, der fern von Parteisucht den trostlosen Zustanddes durch die Zwietracht des Papstes und Kaisers in Unord-nung und Verwirrung gestürzten Staates so einsichtsvoll undohne Leidenschaft geschildert hätte, als er. Obgleich der In-halt seines Buchs auf das Deutlichste lehrt, daß er die demPapste schuldige Treue durchaus zu bewahren gesucht und esfür ein Verbrechen gehalten habe, Gregors Partei zu ver-lassen, so verthcidigt er doch nicht überall die Handlungendesselben, sondern läßt ohne Ausnahme alle, welche die Gesetzeund Rechte anderer verletzen, sie mögen nun Geistliche oderWeltliche sein, seinen Zorn und Unwillen empfinden und daherrichtet er gleich starke Angriffe gegen die unrechtmäßige Ein-