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Die Jahrbücher des Lambert von Hersfeld
Entstehung
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XVIII
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XVIII

Vorwort.

mittelst großer Geschenke cm den römischen Papst nicht nurStraflosigkeit, sondern selbst das Pallium und andere Zeichender bischöflichen Würde erlangt habe. (Vcrgl. 1075 S. 189ff.) Eben so strengen Tadel spricht er über das schmutzigeund verworfene Leben Rutberts aus, welcher sich nach Me-ginhers Tode durch Bestechung mit unermeßlichen Summenden Weg zu der Abtei von Augia gebahnt hatte (1071 S.105), über den Bischof Heinrich zu Spcier, der die Schätzedieser Kirche mit kindischem Leichtsinne verschwendete (1075S. 217) und die Aebte und Mönche, die zu Erkaufungdes höchsten Postens im Fuldaischen Kloster zahlreich zusam-mcnströmtcn (1075 S. 232 ff.) Diesen Beispielen könnteman noch mehrere ähnliche hinznfügen. Unstreitig hat alsodemjenigen, welchem selbst Ruthards Verhalten anstößig er-schien (1074, s. oben) und der den von seinen eigenen Leutenermordeten, aus einem der edelsten Geschlechter stammendenAribo, einen zwar sehr gelehrten aber wegen seines ausschwei-fenden und üppigen Lebens allen Gutgesinnten verhaßtenMann nennt (1070 S. 94 ff.), blos Reinheit und Unbe-scholtenheit des Wandels, nicht Herkunst, Ansehen und Standbei von ihm ausgesprochenem Lobe oder Tadel zur Richtschnurgedient. Doch huldigte er hinsichtlich des Mönchswcsens derAnsicht der Zeitgenossen, weil er nach Meginhcrs Anleitungblos das Uebermaaß, sowohl in der Ungrbnndcnhcit, alsStrenge der Zucht, verschmähcte und verwarf.

Nicht minder hat man den Lambert verdächtigen wollen,daß er für Gregor VII. ebenso eingenommen, als dem Königabgeneigt gewesen sei. Denn jenem spendet er nicht nur dasgrößte Lob (1073 S. 122 sf.), sondern er sucht ihn auch von