Vorwort.
XI
welche in der sogleich näher zu betrachtenden größeren Vor-kommen, wo sie in der nämlichen Ordnung nach einandererscheinen. Denn Lambert lieferte 3., eine GeschichteDeutschlands. Dieses Werk besteht ans zwei Thcilen. Denersten eröffnet er mit Adam und behandelt in fünf Zeiträumendie ganze Geschichte, so daß er bis 703 bloße Namen ver-zeichnet, dann aber bei jedem Jahre das nach seiner MeinungErwähnungswerthc von den Völkern Deutschlands, den Fami-lien der Fürsten, der Religion, den Kirchen, Klöstern rc. biszu dem Tode Kaiser KonradS 1039, kurz berührt, und dabeidem Inhalte der in Hersfcld aufgesetzten, jetzt nicht mehr vor-handenen, Annalen fast wörtlich folgt. Diese, welche vonVerschiedenen auf verschiedene Weise ausgeschrieben und benutztworden sind, scheinen ihm auch eine ctwaö weitläufigere Ge-schichte der Jahre 972 bis 982 dargcboten zu haben, und daßsie in dem Kloster nachher mit Hülfe der HildeshcimischenAnnalen bis 1040 fortgesetzt wurden, zeigen die Annalen,welche bis zu diesem Zeitpunkte am meisten mit Lambert übcr-einstimmcn. Durch Nachschreibcn dieser Aufzeichnungen glaubteLambert seine Leser hinlänglich befriedigt zu sehen, und er fügtedenselben wohl nichts weiter hinzu, als einige sehr kurze An-deutungen, die er den Jahrbüchern von Niederaltaich entnom-men haben mag, die aber vielleicht schon von irgend jemandender Handschrift der Hersfeldischen cinverleibt waren.
Im zweiten Abschnitte geht er aus von der nun begin-nenden Regierung des Königs Heinrich IV. und dieses ist dervorzüglichste und lcsenswcrtheste Theil des Buchs, weil er beidem, was er hier erzählt, entweder selbst gegenwärtig undAugenzeuge war, wie bei den Vorfällen im Kloster Hersfcld,