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Die Jahrbücher des Lambert von Hersfeld
Entstehung
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VII
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Borwort.

VII

Endlich spricht für die Abstammung unseres Historikers auseinem angesehenen und reichen Geschlcchte noch der Umstand,daß er die nicht unbedeutenden Kosten der Wallfahrt nach Je-rusalem zu bestreiten fähig war, zu deren Tragung sich dasKloster Hersfeld, das ihn kaum unter seine Mitglieder aus-genommen hatte, nur alsdann verstanden haben dürfte, wennes sich durch das Vermächtniß seines Vermögens dafür hin-länglich entschädigt sah.

Die Hersfeldische Klosterschule war im 11. Jahrhunderteeine der blühendsten. Albuin, zuerst Scholastikus, hieraufPropst daselbst und seit 1035 Abt in Magdeburg, war wegenungemeiner philosophischen Kenntnisse in großem Ansehen. Zurhöchsten Stufe der Berühmtheit erhob sich diese Anstalt, nachLamberts' Zeugnisse, unter Regierung des Abtes Mcginher. Den wißbegierigen Mönchen stand eine wohlvcrsehene Bi-bliothek zu Gebote, deren Schätze aber jetzt fast spurlos ver-schwunden sind.

Im Jahre 1058 den 15. März empfing Lambert, wahr-scheinlich im Alter von 2024 Jahren das heilige Gewandaus den Händen des Abtes, den er so hoch schätzte, daß erdas Andenken des ihm zubald durch den Tod (den 26. Sept.1058) entrissenen Vorgesetzten mit den lebhaftesten Aeußcrun-gcn der innigsten Dankbarkeit gefeiert hat?

In dem nämlichen Jahre zur Zeit der Herbstfasten wurdeer in Aschaffcnbnrg von dem Erzbischof Liutbold von Mainzzum Priester geweiht und pilgerte hierauf, nachdem er sich der

1) Lbronic. Oitin. bei kiotor. ot 8trov. Zoripior. rsr. (Zerinon.^1. I. x. 1129. 2) S. S. 49. Vgl. -4-ncIreao LLirwerxonZis vim«ssllotorum orNinis 8. Lenoäioti, Mcmuscript zu Bamberg; s. Pertz, ArchivU. B. S. 423 -c.