fernere Ausbildung der von der Natur verliehenen herr-lichen Gaben des Geistes und Gemüths zu vernachlässigen,wird durch den Charakter seiner Schriften und die reine undschöne, sich der acht elastischen nähernden Latinität bestätigt?
Wege statt Escheuwegcn, Eltcnburc statt Weltenburg, Boto statt Bodo) zubilden und 3) weil er die Begebenheiten' Niederlothringens und Flandernsmit größerer Ausführlichkeit zu behandeln pflege. Aber diese Gründe ver-mögen nicht, uns für die Ansicht des genannten Gelehrten zu stimmen.Denn 1) war jener Name auch in andern Ländern, z. B. in Thüringen,sehr gewöhnlich, so daß unser Lambert mit dem nämlichen Rechte zu denGrafen von Gleichen, deren Vorfahren sich desselben bisweilen bedienten,gezählt werden könnte, zumal da es sich bei dieser Voraussetzung aus ziem-lich ungezwungene Weife erklären läßt, warum er, nach gefaßtem Entschlüssein den Mönchsstand einzutreten, gerade das den Besitzungen dieses gräf-lichen Hauses so nahe liegende und ebenfalls in Thüringen (mit Arnstadt,dem Schlosse Wachsenburg rc.) begüterte Kloster Hersfeld zum beständigenAusenthalte wählte, in dessen berühmter Schule er vielleicht auch schon inder Kindheit nnterichtet worden war. — Wenigstens sieht ihn JohannStumpfs in seiner Geschichte Kaiser Heinrichs IV. (Bx. C. XII») ohneBedenken für einen Thüringer an. — 2) Ist es nicht ganz zuverlässig,daß diese Wortbildung von dem Verfasser unmittelbar herrühre, da sieauch durch unkundige Kopisten entstanden sein kann und die Manuscriptesich hierin nicht gleich bleiben; endlich 3) möchte er wohl den in jenenGegenden vorgefallenen Begebenheiten mehr Aufmerksamkeit schenken, weilsie ihm wichtig und aufbewahrungswerth zu sein dünkten und er dabei denHauptgegenstand seines Buchs, die Erzählung der Ereignisse in Sachsenund Thüringen, nirgends aus den Augen zu verlieren genothigt war. —
Noch auffallender ist der Jrrthum derjenigen, welche ihn Lambert vonAschaffenburg nennen und glauben, daß er in dieser Stadt geborensei — wozu die verdorbene und unrecht verstandene Stelle Lei dem Jahre1058 (S. 47) Gelegenheit gegeben hat.
1) Auch empfiehl! sich diese Meinung durch ähnliche Wahrnehmungen,die wir in diesem Jahrhundert des deutschen Mittelalters an Günther demEremiten, einem Ahnherrn der jetzigen Fürsten zu Schwarzburg (s. S. 29besonders Anmerk. I. und S. 35), dem Grafen Erwin von Touua (s.KaSP. Sagittarius Historie der Grafschaft Gleichen S. 39) Lambert vonGleichen (s. ebend. S. 42) und einigen thüringischen Edeln machen kön-nen, welche ebenfalls nach einem thatcnreichen Leben der Welt entsagten.