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Vierter Theil (1774) Von den Fischen : nebst ellf Kupfertafeln
Entstehung
Seite
82
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82 VierteClasse.il. Ordnung. Halsflosser.

a.* unter sich hat/ wozu noch kommt/ daß die Fischer,Mitz. die nicht so, wie die Naturforscher auf bestimmteRiEn- Merkmale und entscheidende Kennzeichen sehen, vie-" lerley Fische zusammen für Cabeljau ausgeben; dennBart, in dem sogenannten Cabeljau - und Backeljaufan»ge kommen große Dösche, Gülling, Leng,Stockfische, Laberdan, Rlipfische, Stein»bokle, ächte Cabeljau und alles untereinandervor, und wir selbst gestehen, daß wir sehr zweifeln,ob alle die genannte Fische eben so sehr vsncin»ander verschieden sind, daß sie besondere Arten aus-machen können, und ob nicht vielmehr ein und an-dere darunter nur für Spielarten zu halten sind,wom theils das Alter des Fisches, thcils aber dieMeeresgegend etwas bcytragen kann , wiewohl siealle fast einerley Lebensart haben, und scharenweiseherumziehen, am meisten aber hinter die Heringesich setzen, und auf selbige, oderauch auf ihre Rogenäsen, daher auch, wenn der Hcringfang vorbey ist,der Labeljaufang den Anfang zu nehmen pflegt.

Um aber die Merkmale der jetzigen linneischenArt zu bestimmen, so wollen wir vorher ihre Gestaltbeschreiben, und dann das nöthige von ihrer Fische»rey anführen.

Gestalt. Es hat nämlich dieser Fisch, der von denEngellandern Lock, und von den FranzosenlVlorue genennt wird, ebenfalls drey Rückenflossen,am Kinn einen Bart, eine fast gerade Schwanz-flosse, und die erste Finne der Afterflosse ist scharf,doch will sich dieser letzte Umstand an den holländi-schen Cabeljauen nicht zeigen. Die erste Rücken»flösse hat vierzehn bis fünfzehn, die zweyte achtzehnbis zwanzig, die dritte sechzehn bis neunzehn Strah-len oder Finnen, die Brustflosse besteht aus sieben-zehn bis zwanzig, die Bauchfiosse aus sechs, die er»ste Afterflosse aus siebenzehn bis ein und zwanzig, die

zweyte