128 Dritte Cl. n. Ord. Schleichende Amph.
mer noch fortwachsen, zugleich aber, wie wir obenerinnert haben, ihre Farbe verändern, so ist leichtmöglich, daß man aus Irrthum ihre Arcen vetman-nigfaltige, und eine alte Schlange von größeremBau und andern Farben für eine ganz andere Arthalte, als eine kleine und anders gefärbte, die dochlediglich nur das Junge von der nämlichen Art ist.Wenigstens trist man diesen Irrthum bcym Se-ba an, der die nämliche Schlange, so wie sievon verschiedener Größe und Zeichnung gefun-den wird, vielfach abbildet, und lauter Artendaraus macht.
Wie wissen aus den Zeugnissen der Altenund einiger Neuern, daß es Schlangen von beträcht-licher Größe gebe. Doch sichet man auch, daß nichtnur einige Vergrößerung, die aus der Furcht undden schreckhaften Vorstellungen entstanden, sondernauch einige Verwechselung statt habe, da man ver-muthlich gewisse sehr große springende Schlangen,die durch vorerwehnte Schnellkraft gleichsam zufliegen scheinen, für fliegende Drachen angesehenhak, wohin etwan zu rechnen wären: des MarcusPaulus Asiatischer Drache von zehn Ellen; desAelianusActhiopischer von vierzehn Ellen, und einanderer von fünfzig Ellen, der dem Kaiser Augu-stus gehörte; des Alexanders Indianischer "vonsiebenzig Ellen; des Srrado Africanischer vonhundert Ellen; wie auch des possidonius Da-mascenischer von hundert und vierzig Ellen, ohnejetzo zu bestimmen, wie lang die Ellen besagterSchriftsteller mögten gewesen sinn. Um uns abermit den Alten jetzo nicht aufzuhalten , so wollen wirnur etwas von denjenigen nordischen Seeschlangcn«»führen, davon Pondopprdan aus den Zeugnissenanderer Personen Nachricht giebt, denn eine der-gleichen soll im Jahre 1746. von dem königlichen
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