124 DritteCl. II-Ord-SchleichendeAmphib.
Innerer Ihre Kiefer können sich sehr aus einander ge.
Tau. ben, und alle ihre innern Theilc lassen sich gewaltigdehnen, daher es zu begreifen, wie eine Schlau«ge einest Körper verschlucken kann, der weit dickerals sie sclbftcn ist. Das Rückgrad und die übrigenknochichcu Theile sind von knörpeiicher Beschaf.fenheit. Das Männchen har eine besondere ge.doppelte, und gleichsam mit dornichten Spitzen ver.fehene Ruthe, und sie begatten sich durch Zusam.menkunft. Der Magen ist bey vielen cylindrisch,und nicht weiter als der Gang der Därmcr, die amEnde enge werden, und die Harngange empfangen,so daß sie, wie die Vögel, beyderley Unrath in einerMaße abgebcn. Die Nieren sind länglich. DieLeber ist an den Lungen befestiget, und diese füllenfast den ganzen Körper bis an die Nieren aus, wiebey den Fröschen und Kröten. Die Zunge istfkeifchich, hat zwey Spitzen, und steckt an der Wur-zel in einer Scheide.
ffort» Die Jungen wachsen alle in Eyern, einige
-flau« Schlangen aber legen die beschlossene Eyer ab', an.
jung, dere hingegen gebähren ihre Jungen lebendig.Diese Eyer sind wie Schildkröteneycr graulicht weiß,haben aber eine längliche Gestalt wie die Bohnen,und eine pcrgamentartige Schale von verschiedenerGröße. Jedes Ey enthält viele Jungen in sich,denn man trist oft zehn bis zwölf lebendige Jungein einem Ey an, die wie ein Zwirnklumpen in ein.ander geflochten sind, so daß bey einer Bruth vonetlichen Eyern eine große Anzahl junger Schlangengeworfen wird, und es würden sich diese Thicredergestalt vermehren, daß sie den Menschen zur Pla-ge gereichten, wenn nicht die Vorsehung gesorgethatte, daß die meisten durch andere Thiere verzehretwurden, denn die indianischen Ameisen verzehrenNicht nur viele Schlangen, sondern cs stellen ihnenWch die Störche, Reiher und andere Vögel, wie
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