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Dritter Theil (1774) Von den Amphibien : nebst zwölf Kupfertafeln
Entstehung
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Von den Schlangen überhaupt. 125

auch die Hirsche und Schweine, sehr nach, und dasie sich verwegener Weise an manche Thicre machen,denen sie nicht gewachsen sind, so kommen ebenauch dadurch ihrer viele um das Leben; ja eineSchlange frißt die andere, und sie reiben sich alsounter einander selber aus.

Es ist bekannt, daß die meisten Schlangenschön gefärbt und gezeichnet sind, allein da sie jähr»lich ihre Haut ablcgen, so ist die Farbe veränder»lich, und tr ft sogar die Zeichnung nicht allezeitmit der vorigen überein, daher man aus den Farbenkein richtiges und bestimmtes Merkmahl nehmenkann; ob cs gleich gut ist, sic mir in Betrachtungzu ziehen, weil doch immer einige Aehnlichkcit über»bleibt.

Was den schleichenden Gang der Schlangen be»trist, so ist zu merken, daß die vorerwchnle Schil»de, Schuppen oder Ringe auf eine sehr dünne durch-sichtige und pergamenkartige Haut befestiget sind, jedochalso, daß diese Schilde und Schuppen, vermittelstdieser §)aut, von einander geraumlich abweichcn, undsich wiederum aneinander, ja übereinander, wie dieDachziegel, ziehen können. Wenn sich also dieSchlange bewegen will, so dehnet sich der muöculöseKörper, und mit demselben besagte Haut, daß dieBauchschilde ganz von einander weichen. Da nundiese Schilde einen scharfen Rand haben, der sichdurch die Dehnung und Spannung nach der Erdezu biegt, und daselbst die rauhe Oberfläche angreiftund fest hält, so ziehet sich die Schlange durch dieVördcrschilde fort, indeme sie mit dem hintern Körpernachschiebt. Man kann also diese halb zirkelformi»gen Schilde mit ihrem Rande für so viele Füße an»sehen, wodurch das Thier auf eine außerordentlicheArt geschwinde fortkommcn kann, zumal auf rauhen«nd grasigten Boden; und eben diese Werkzeuge

Farbe.

Schlei-

chender

Ganz.