Von den Schlangen überhaupt. 12z
Es bezeichnet also der Ritter unter dieserOrdnung alle solche Thicrc, welche nur allein mitden Lungen athmen, deren Körper weder Füße nochSchwimmflossen haben, und die auch am Kopfe kei-ne Ohren besitzen; macht aber sechs Geschlechter,welche, wie wir hernach sehen werden, ihre beson.dcrn Kennzeichen führen. Weil indessen alle Ge.fthlechtcr und Arten vieles Merkwürdige an sich ha.den, das ihnen größtcnthcils sämtlich gemein ist, sowollen wir'doch vorher das Vornehmste davon an.führe», damit wir uns bey der Erklärung der Ar-ten nur allein mit den besonder» Umständen bc.schästigcn dürfen.
Daß sie lang, rund und wurmförmig sind, istüberhaupt bekannt; wie viel Unterschied aber beydiesem Bau obwalte, wissen nur diejenige, die vieleArten der Schlangen gesehen haben; denn etlichesind von einem Ende zum andern gleich dicke, ande-re haben einen deutlich unterschiedenen breiten oderdicken Kopf, etwas dünnern Hals, dickcrn Mittel,körpcr und länglichen spitzigen Schwanz; wiederandere sind dünne, sehr lang und spitzig, daß sic wieordentliche Peitschen auöschen; doch meistens kom-men sie darinnen mit einander überein , daß sie mitSchuppen und Schild, oder auch mit Ringen undRunzeln bedeckt sind, welche ein knörpelichcs Be-siandwesen haben, und diejenigen, welche davon ih.ren Bauch bekleiden, müssen ihnen statt der Füßedienen. Man nimmt nicht an allen äußerlicheNasenlöcher oder Augen wahr, und keine hat ausser»liche Ohren; ob aber deswegen nicht innwcndigeGehör-Werkzeuge vorhanden scyn mögen, stehet nochgenauer zu untersuchen.
Ihre
Kenn»
Zeichen
dcrOrd»
nung.
DerSchlau»gen Ge-stalt.