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Dritter Theil (1774) Von den Amphibien : nebst zwölf Kupfertafeln
Entstehung
Seite
119
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122. Geschlecht. Eidechsen, ny

Sie leben mchrenthcils auf der Erde, könnenjedoch auch im Wasser scyn, nähren sich von Fliegenund Jnsicten, leben aber auch oft sehr lange fast oh-ne alle Nahrung, wenn sie nur in einem Topfe mitfeuchtem Moos gehalten werden, wie uns denn einBeyspiel bekannt ist, daß ein würdiger Freund undgrosser Liebhaber der Naturgeschichte einen sehr schö-nen schwarzen schwefelgelb gezeichneten Salamanderin seinem Gewächöhausc in einem mit feuchtem Moosangcfüllten Blumenscherben schon lange über Jahrund Tage erhält.

Bey der Eröfnung derWeibchensalamander hatman sowohl Eyer als vollständige Junge zugleichgefunden, und man hält dafür, daß sie wohl vierziglebendige Junge gebühren. Der Eyerstock macht,wie bey den Vögeln, zwey Eycrbüsche aus. DasMännchen soll eine gezähnelte Rückennath haben.Merkwürdig aber ist es, daß man an jungen Sala-mandern, gleichwie bey den Fischen , eine Art derFischohren, oder Wasscrluftwerkzeuge zur Seitendes Kopfs entdeckt hat, woselbst gewisse Vüschlein her-aushangen, die bis zu einen Zoll lang werden, her-nach aber sich verlieren, an deren Statt die Ocfnungmit einer dünnen Haut geschlossen wird. Fast sollteman hieraus vcrmuthen, daß sie erst Wasser- unddann Handjalamander werden, oder sich wie dieFrösche verwandeln, und in beydcn Elementen le-ben können. Unter der Haut liegt eine scharfe atzen-de und übelriechende Feuchtigkeit, die aus den War-zen und kleinern Luftlöchern gleich einem milchigtcnWesen herausspritzen kann, wenn man die Hautdruckt, und hierinn liegt das Nätzel von dem Lebendes Salamanders im Feuer verborgen. Denn wennman einen Salamander in ein kleines Feuer wirft,^ spritzt er diese Feuchtigkeit von sich, und überziehtsich gleichsam damit, als mit einem Fürniß, wo«

H 4 durch

L. Vier-finge-rig.

Lebens-

art.

Anato-

mische

Wahr-

neh-

mung.