122. Geschlecht. Eidechsen. 715
an den Fingern find keine Nägel. Dieser letztereUmstand aber könnte zu einer Larve Vcrmuthung ge-ben. Es führet, wenn es noch jung ist, nach Ser-bams Bericht, vier Schwimmflossen, nämlich anjeder Seite des Körpers etwas oberhalb den Vörder-süßen zwcy, legt aber solche hernach ab, wird nichtüber sieben Zoll lang, und hält sich durchgängig lin-ker Wasser in einem weißlichten Schlamme unter ei-nem Stein auf, bekommt im Sommer alle fünfTage, und im Winter alle fünfzehn Tage eine neueHaut, da man denn die alte Haut zuweilen im Was-ser schwimmen findet.
Sie legen Eycr, die in zwcy Schnüren aneinan-der hangen, und es scheinet, daß das Männchen zugewissen Zeiten im Frühjahre den Saamen ins Was-ser bey dem Weibchen auschrütze, wodurch da? Was-ser weißlichk, und der Eyerstock vermuthlich befruch-tet wird; doch andere behaupten, daß sie sich wück-lich decken, und daß das Männchen mit einer Rutheversehen sey, die zwar verborgen liegt, doch z-r dcrZeit hervor tritt: und was das Weibchen betrift,so wollen erliche, daß es die Jungen lebendig gebäre,und keine Eyer lege. Wir müßen hiebcy gestehen,daß sowohl das Entwickelungs - als Begattungsge-schäfte der Eidechsen noch eine sehr dunkele, und bis-her noch nicht hinlänglich beobachtete Sache sey.
Ihr Leben ist sehr zähe, sie kommen aber sogleichum dasselbe, wenn man sie mit Salz bestreuet. Da-her man sie auch durch Salz aus den Fischweiherntreibt, weil sie der jungen Fischbruth sehr schädlichfind. Man hat öfters diese Thiere im dicken Eis ein-gefroren gefunden, nachdem man aber das Eis zer-brochen hatte, und den Salamander heraus nahm,und ihn sodann in frisches Wasser fetzte, wurde erwieder lebendig, oder erhohlke sich, und schwammhernach frssch und munter herum.
H -
L. Vier-
finge,
rig.
Sie