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Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
459
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Z5. Geschlecht. Das Nilpferd. 4?9

Es wird auch an den grossen Flüssen in Asien an- i.grossen. Am Fluß 'Senegal wird es Meerpferd Behe-

gencnnet. Lmpbi-

Es nähret sich im Wasser von den Wurzeln derBäume und Gewächse; man glaubt auch, daß cs, LebenS-wie der Otter, Fische fresse: auf dem Lande aber «tt.gehet es in die Gctraid- und Reißfelder, und richtetdaselbst grosse Verwüstungen an. Das Weibchenträgt zwei. Junge, wirft sie am Lande, und hat seinLager im Schilfrohr und Morast. Es höret scharf,ist auf jedes Geräusch wachsam, und richtet die Oh-ren wie ein Pferd in die Höhe. Wenn es von denJägern angcfallcn wird, gehet es wütend auf selbigeloß, doch kann man ihm entlaufen. Die Jäger er-tappen cs oft im Schlafe, und entdecken die Gegen-wart des Thicres am starken Schnarchen, da sie esdenn mit Lanzen an den Weichen, und am Unterleibedurchstechen, denn von oben ist die Haut so dick undzähe, daß Kugeln und Lanzen darauf abprellen. Inden Nilstrohm werfen sie Angeln, woran Wurzelnstecken. Wenn nun das Thier solche verschluckt, mat-ten sie es mit der Schnur ab, und erstechen es, so-bald es über das Wasser kommt. Jedoch ist diese Jagdmit vieler Gefahr begleitet, denn wenn sie in derWut sind, beisscn sic ganze Stücke von dem Bothoder von der Barke, schlagen auch wohl Breter ausselbigen entzwey, daß das Schis sinkt, welches Un-glück im Jahre ,?m. zwcyen EngelländiscbenHerren auf dem Nilstrohme begegnete. Daheroman auf dem Hinterthcile des Schiss des Nachts einbrennendes Licht zu halten pflegt, weil diese Thicredas Feuer scheuen. Sie leben mir den Crocodillen,wie man sagt, in Freundschaft, und schaden einan-der nicht.

Das Fleisch dieser Thiere wird schmackhafter ge-funden , als daö Schweinefleisch, und von den Ne-

F f 4 gern