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Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
322
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2 .

Kanin.

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Baker«

land.

Z22 Erste Cl. IV. Ordn. Nagende Thiere.2 . Das Kaninchen. I.epu8 Lunicuiub.

Dieses ebenfalls bekannte Thier führet den Na-men Luniculi.18, voN der Art die Erde und Sand-hügel zu untergraben, und sich Löcher und Gange indenselben zu Machen, daher man sic auch Span,t^onolo ^rül. deutsch Canin oder

Künlcin, Haasenkünlein, Schwed. X. 3 rnr>,Engl. Leon/ gemeiniglich aber lkabber^ Holl.Xonyn nennet, Lranz. überhaupt I^apin. Dochwird den Weibgcn auch der Name liake, un^ denZungen l-aporaux gegeben, welche letztere auch imLar. l-äurices und deutsch und Holl. Lampree»ten gcnennet werden.

Die Achnlichkeit zwischen den Haasen und Cmninchen ist sehr grüß. Es gab aber der Ritter vor-mals die Augen als ein Merkmal an, denn dieHaasen haben schwarze, die Caninchen aber röcheÄugen; doch jetzo setzt er das Kennzeichen darinnen,daß ihre Ohren kahl sind. Sic haben ebenfalls ckncn kurzen Schwanz und der Körper ist mit ziem-lich längen, sehr sanften Haaren besetzt, klebrigcnsist zwar deutlich zu sehen, daß die Kaninchen ganzandere Thiere als die Haasen sind, aber cS lasset sichschwerlich ein genaueres UNterfcheidUNgs Merkmal be-stimmen.

Sie stammen aus warmen Landern her, wa-ren ehedem nur in Griechenland und Spanien,haben sich aber nunmehr» allenthalben in Europaausgebreitct, wo sie wild sind, besonders in Engelsland und Holland in den sandigtcn Scedunenoder Hügeln. Weil sie die Kalte nicht ertragenkönnen, so werden sie in den Nordländern nurzahm in Behältern sparsam sortgcpstanzet; destostarker vermehren sie sich aber, in den südlichen Ge-gen.