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Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
320
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los deswegen nenneten. In den gcbürgig-ten Gegenden sind sic gleichfalls grösser, als in denflachen Landern.

In den heissen Gegenden von Asrira und Ame-rica werden sie nicht gefunden , ob sie gleich inLTkordamerica ziemlich häufig sind.

Sie sind schreckhaft und furchtsam- schlafendaher mit halb oder ganz offen stehenden Augen-und sind, da sie ein scharfes Gehör haben , auf dasmindeste Geräusch wieder munter, wovon die Re-densart, einen Haasenschlaf haben, hcrkommt. DenTag über verbergen sie sich mehrentheils, des Nachtsaber streichen sie herum, da sie denn gerne die Kraut-gärten aufsuchcn, Weil sie keine Waffen zu ihrerVerteidigung besitzen- so hat sie die Natur mit lan-gen Hintcrläufcn versehen - uM sich mit der Fluchtzu retten. Ihr Gang ist gleich einem Galopp, undso geschwinde, daß die besten Hunde öfters rinpaar Stunden lang zu thun haben, sie cinzuhoh-len, zumal da sie Seitensprüngc machen, und immer imKreiß von der Bahn abweichen. Es würde solcherge-stalt schwer seyn, sie zu sangen, wenn ihre Furcht-samkeit nicht machte, daß sie sich oft niedcrsctzen undUmsehen, wie weit ihr Feind noch von ihnen ent-fernet ist. Sie fressen Kraut, Baumrinde, Wur-zeln, Heu und Graß, besonders das Getraide aufdem Felde.

Sie vermehren sich erstaunlich; denn sie be-gatten sich zu allen Zeiten- auch wenn sie trächtigsind. Der Herr Büffon glaubt daher, daß eineUeberschwängerung bey ihnen statt habe, weil dieMutter unmittelbar an der Scheide, ohne einenHals, befestiget ist, und die bcydcn Muttcrhörneejedes feinen besondern Ausgang m die Scheide ha-ben,