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Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
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22. Geschlecht. Der Haase. 319

herunterwärtS und in der Tieft schmal, vom Maulbis zu den Ohren ist er rund, wie ein Bogen. Die Feldh.Schnarche ist dicke, und die Nasenlöcher sehen wie ein timickaszwcytes Maul aus, indem sie ein drittel Zoll über derLippenspalte stehen, welche die Oberlippe gleichsamzerchcUct und bis an die Mittclwand der Nase reicht.

Eben diese Spalte giebt die Gelegenheit zur Benen-nung eines Hasenmundes, oder Hasenscharte,wenn zuweilen Menschen mit einer solchen gespalte-nen Lippe zur Welt g bohren werde. Die Augenhaben eine NicklMt, sind sehr groß, cyrund her-vorragend , und stehen seitwärts. Das Maulistmit Borsten nach Art der Katzen besetzt. Die Oh-ren stehen mit der Wurzel sehr dicht beysammcn,breiten sich aber hinterwärts von einander, und sindsehr lang. Ein unveränderliches Merkmal an sel-bigen ist, daß die Spitzen allezeit, auch im Winter,schwarz bleiben, und bey den Weibgen weiter, alsbey den Männchen von einander stehen.

Der Körper ist lang, gestreckt und überall gleichstark, der Schwan; kurz, in die Höhe gekrümmt,meistens schwarz und weiß. Die Vörderfüsie kurzund dünn, mit fünf Fingern, die Hinterfüße dickund lang mit vier Zähen. Alle Zähen endigen sichln einen Nagel, der unter den Haaren verborgen ist.

Sie sind allenthalben in ganz Europa zu Hau- ^nd"'se. In den nordischen Gegenden sind ste groß und dersehr häufig. Man trist auch daselbst schwarze und Der«im Winter viele weisse an. Inden tempcrirkenGe- schieden«gendcn sind sie von mittelmässiger Grösse, mehren-^"'rhcilö von oben grau, unten weiß und gclblicht, inden wärmeren Gegenden aber, als in Italien,

Spanien und an der afrikanischen Küste klein. Siewaren auf etlichen Inseln des mittelländischen Mee-res so häusig, daß die alten Griechen die Insel De-los