16-Geschlecht. Der Bär. 28z
Die Dachse ernähren sich von Käfern, Wür.mern, Insecten, Wurzeln, Pflanzen, Fröschen,Mäusen, Kaninchen, Enken, Hühnern und andernGeflügel, auch Obst und Trauben. Den Tag überschlafen sie, und des Abends kriechen sie hervor,entfernen sich aber nicht weit, die Stimme ist fein,und sie geben ein lautes Gcschrey, fast wir dieSchweine. Wenn sie auf Anhöhen oder Felsen ge,jaget werden, stecken sie den Kopf zwischen die Bei»ne, und rollen wie ein Ballen herunter, um ge-schwinde zu entwischen. Wenn sie Spanferkel er-wischen können, schleppen sie selbige lebendig in ihreHöhlen. Gegen die Hunde wehren sie sich mit ih-ren Klauen und Gebiß tapfer. Sie lieben dieWarme, und kommen bey rauher Witterung wenigaus ihren Höhlen, sondern leben von Ihrem daselbstgesammlctcn Vorrath. Zu Verfertigung ihres Ne»steS sammlen sie Stroh, Blätter und feines Reisig,legen es vor ihrer Höhle auf einander und schiebenden ganzen Haufen mit ihrem Kopfe und Vörderfüs-sen auf einmal hinein Sobald sie von Dachshun-den verfolget werden, kratzen sie den Eingang ihrerHöhle hinter sich zu. Das Weibchen ist drey Mo-nate trächtig, und bringt zu Anfang des Wintersdrey oder vier Jungen. Sie werden alt, und zu-letzt blind. Sie lassen sich ganz zahm machen.
Sie sind sehr fett, das Netz ist ein doppeltesGewebe voller Fcttstriemen, und so sind auch dieDärmer mit Fett umgeben. Der Magen ist wieein Menschenmagen gebildet- Die Därmer sinddünn, und haben keinen blinden Darm. Die Leberhat sechs Lappen, die Harnblase ist so groß wie einGänseey. Die Ruthe ist knochicht und vier quer Fin-ger lang. Muralt fand bey einem Weibchen, daßdie Hörner der Mutter bis an die Nieren reichten.Wenn das Fell herunter ist, so riecht der Dachs nicht
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Dachs
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Lebens-
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Anmer-
kung.
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