i6o Erste El- II. Ordn. Th. ohne Schneidez.
r. Einige Elephanten halten sich nur in sumpfich«
Elcph. ten Gegenden und an den Flüssen auf, und derenVerschie Zähne fallen ins blänlichte, sind schwaminicht, unddenhcit. wegen der inner» ästigen oder knotenartigen Ver-wachsungen schlimm zu bearbeiten. Andere halten sichnur auf den Gebürgcn auf, deren ihre Zähne sindkleiner, feiner und weißer. Wieder andere wohnenin den Wäldern, und haben die größten und mei-sten Zähne. Diese letzte Gattung ist sehr sirnft-müthig und gelehrig, wiewohl es auch zuweilenrecht unbändige unter ihnen giebet. Ihre Farbeist durchgängig braun, oder bräunlicht aschgrau, dochfindet man auch schnecwcisse, welche sehr rar sind,und die der König von Leilon für sich behält.
Es kostet wenig Mühe, sic zahm zu machen.Sie merken alles, gehorchen willig, sind dabcy einesscherzhaften Geistes, indem sie allerhand Geläut,daß ihnen öfters vor die Ohren kömmt, als dasWiehern der Pferde, Schnarren der Trompeten,Brüllender Löwen und dergleichen, spielender Weisenachahmcn. Wenn sie abgcrichtet sind, so fallen sie(gleichsam zur Ehrenbezeugung) auf die Knie , wiedenn der König von Lamdooia im mogolischenReiche ihrer 50. hält, die ihm alle Morgen die blcm-neurs machen müssen. Sie lassen sich, gleich denPferden, mit den Händen streichen klopfen, und lieb-kosen, und bezeugen darüber ihr grosses Vergnügen.
Die orientalischen Völker bedienen sich dersel-ben, um sich darauf von einem Orte zum andern füh-ren zu lassen, da denn auf ihren hohen Rücken eineArt eines Throns oder bedeckter Sessel befestigetwird', worein sich etliche Personen begeben können.Man spannet sie auch wohl, jedoch sehr selten, vorWagen, die meisten Dienste aber thnn sie im Kriege.
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