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5. Geschlecht. Der Elephant. 161
Es haben nämlich die ältesten Völker diese ,.Thiere mit Sicheln bcwafnct, um sie, wenn sie Cleph.zuvor durch Brandewein, oder durch eine rothe Ge-Farbe (die sie nicht leiden können) erhitzt waren, in brauchvoller Wuth unter die Feinde rennen zu lassen, im Krieund man glaubte der Sieg sey auf der Seite, wodie meisten Elephanten zum Streit geführet wur-den. Nicht weniger bauete man von Holz einenThurm auf ihren Rücken von ziemlicher Höhe, aufwelchen sich einige Mannschaft begab, um von obenherunter mit Pfeilen unter die Feinde zu schießen.Anriocbus Euparor, König in Syrien, hatte inder Schlacht, welche er an Judas den Macca-bäer lieferte, dreißig Elephanten, deren jeder ei-nen Thurm mit z 2. Mann auf dem Rücken führc-te. Als Alexander den porus angrif, fände ereine Linie von zwei) hundert Elephanten vor sich,welche die gegenseitige Armee bedeckte. Doch hakman auch gar bald Mittel gefunden, diesen fürch-terlichen Aufzug durch angczündcte Feuer zu verei-teln, weil die Elephanten sogleich davor siiehen, wieaus dem Ercmpel des Hannibalö bekannt ist.
Inzwischen ist ihr Dienst im Kriege heutigesTages nicht erheblich , da man Kanonen, Pulverund Bley bey den orientalischen Völkern zu gebrau-chen weiß; dennoch hält der grosse Mogol etlichezum Krieg abgerichtete Elephanten, die das Feuer darMusketen aushaltcn. Es führet nämlich jeder Ele-phant eine Kanone, welche ohngefehr fünf Schuhlang ist, und fünf bis sechs pfundige Kugeln schießt,auf dem Rücken ; da denn ihrer etliche eine lebendi-ge Batterie ausmachen, aus welchen von den Rü-cken der Elephanten auf den Feind gefeuert wird;und weil blcycrne Flintenkugeln von ihrer Haut zu-rücke prallen, ohne Schaden zu thun, so können siesich der feindlichen Infanterie ziemlich nähern, wo sie
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