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3 (1780) Die optischen Wissenschaften
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446
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446 Die Phokometrie.

vermöge dessen das Licht in geometrischer Pro-greßion abnimmr, wenn die Tiefe, um wel-che es eindringc, in arithmetischer Progres-sion wachst, der Natur gemäß ist: so kann dasLicht eigentlich nie ganz verschwinden, vielmehr mußbey jeder Dicke des durchsichtigen Körpers noch et-was durchfalken, es sey so wenig es wolle. Diesenoch durchfallende Lichtmenge kann jedoch so geringeseyn, daß sie für unsre Empfindung nicht mehr merk-lich ist, und alödenn ist der Körper wenigstens fürunsre Empfindung undurchsichtig. Demnach folgtaus diesem Gesetz der Schwächung des Lichts nochebendas, was im 162. H. angenommen ward: alledurchsichtige Massen kommen mit denjenigen, diewir undurchsichtig nennen, darin überein, daßsie bey einer gewissen Dicke, sollte diese auch sehrgroß seyn, für unsre Empfindung undurchsichtigwerden. Das Sonnenlicht ist das stärkste, waswir kennen. Wüste man also, wie dick eine Mas-se von bekannter Durchsichtigkeit seyn muß, wenndas noch durchfallendc Sonnenlicht nicht mehr em-pfunden werden kann: so ließe sich daraus finden,in welchem Verhältnis das Sonnenlicht abnehmenmuß, wenn es unser Auge nicht mehr empfindlichrühren soll. Eben dies Verhältnis würde zugleichdienen, zu finden, bey welcher Dicke jede andreMasse, deren Durchsichtigkeit bekannt ist, durchsich-tig zu seyn, aufhöre. Denn ist ein Körper für dasSonnenlicht undurchsichtig, so ist er eS auch für je-des schwächere Licht.

209. §,

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