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3 (1780) Die optischen Wissenschaften
Entstehung
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38c> Die Phokometrie.

kuug ebenfalls vorausgesetzt, damit die Empfindungder einen Flache sich durch keinen Umstand von derEmpfindung der andern Flache unterscheide, unddas Auge von beyden völlig auf einerley Art gerührtwerde. Wenn bey diesen Voraussetzungen derwirkliche Glanz der Flachen verschieden wäre, so hät-ten sie nicht einerley scheinbaren Glanz.

162. §.

Wofern das im rz. H. angenommene Gesetzseine Richtigkeit hat, so muß bey gleicher scheinba-ren Grösse für sich gleich stark glanzender ebenerFlachen ihr scheinbarer Glanz einerlei) seyn, wasauch die Ebenen selbst an sich für eine Grösse haben,die gar sehr verschieden seyn kann, nachdem ihre La-ge gegen die vom Auge darauf fallenden GesichtSli-nien verschieden ist. Beyspiele giebt davon dieSonnenscheibe, welche in allen Stellen (die Son-nenflecken jetzt beyseite gesetzt einerley scheinbarenGlanz hat, wenn gleich ein Paar gleich groß schei-nende Elemente, davon eins der Mitte, und dasandre dem Rande naher liegt, für sich von ganz ver-schiedener Grösse sind.

Man kann sich nemlich den ganzen optischenLichtkegel vermittelst dessen die Sonne gesehen wird,in eine so grosse Anzahl gleichgrosser Lichtkegel oderLichtpyramiden eingetheilt vorstellen, daß die zwi-schen den Granzen eines jeden dieser Lichtkegel liegen-den Stücke der Sonnenfläche zwar sehr klein aus-fallen, dabey aber eine gleiche scheinbare Grösse be-halten. Wegen der sehr grossen Entfernung derSonne fallen diese kleinen Lichtpyramiden sehr nahe

. prisma-