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3 (1780) Die optischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
381
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Der IX. Abschnitt. M

prismatisch aus, die Elemente der Sonnenflache,die man als ihre Grundflächen ansehen kann, sindgegen die Seitenlinien dieser Lichtprismen unter ei-nem desto kleinern Winkel geneigt, je naher sie demSonnenrande liegen, und nur das mittelste Elementder Sonnenfläche schneidet die Seitenlinien, des da-mit zusammengehörigen Lichtprismen senkrecht. Ebendarum ist ein solches Element desto grosser, je nä-her es dem Rande der scheinbaren Sonnenscheibeliegt. (Z 05 . §. Geom.)

Wäre nun die von jedem solchen Element nachjeder Richtung ausgehende Lichtmenge nur der Grös-se des Elements und nicht zugleich dem i z. H. ge-mäß dem Sinus des Ausflußwinkels proportional;so würde auf gleiche Stellen des Sonnenbildes imAuge desto mehr Licht fallen, je näher sie beym äus-sern Umkreise des Bildes befindlich waren: dieseStellen würden also stärker als andre gegen die Mit-te des Bildes zu erleuchtet seyn, und die Erleuchtungwürde von der Mitte nach den Umfang des Bildeszu sehr stark zunehmen. Diesemnach müste diemittelste Stelle der Sonnenscheibe den schwächstenGlanz die übrigen aber von der Mitte gegen den Um-fang zu immer stärkern Glanz zu haben schein?».

:6z. §.

Die Sonne, wenn man sie durch zarte Wolkenniedrig am Horizont durch die daselbst befindlichenDünste, oderauch durch ein über einer Lampe schwarzangelaufenes Glas betrachtet, scheint überall einer«ley Glanz zu haben, und keineöweges gegen denRand zu stärker glänzend, als in der Mitte. Herr

Bom