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3 (1780) Die optischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
378
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Die Photometrie.

i6o. H.

Die Aenderung der Oefnung des Sterns imAuge hängt nicht von demjenigen Licht ab, was aufden Regenbogen fällt, sondern vielmehr von dem-jenigen, was durÄ) den Stern ins Auge hin-ein und auf die ssetzham fallt. Herr Lam-bert ließ das Licht von der Flammen einer angezün-deten Kerze durch eine um ihre dreyfache Brenn-weite davon entfernte Glaslinse in sein Auge fallen,und stellt seitSwärtS einen Spiegel, worin er deutlichwahrnehmen konnte, ob das Bild der Flamme nurauf den Regenbogen oder auf den Stern im Augefiel. Im ersten Fall bemerkte er keinen Unterscheidin der Oefnung der Sterne beyder Augen: sobaldaber nur der geringste Theil des Bildes der Licht-stamme auf den Stern siel, welches er durch einegeringe Bewegung des Haupts zuwege bringen konn-te, sobald nahm er auch eine fast augenblickliche Zu-sammenziehung des Sterns wahr, und derselbeward fast dreymahl kleiner, wenn das Bild derFlamme ganz auf den Stern siel. Die eigentlicheUrsache der Zusammcnziehungen und Erweiterungendes Sterns muß also in den zarten Fibern der Netz-haut selbst zu suchen seyn, und von der Grösse derdarauf fallenden Erleuchtung abhängen. Bey sehrstarker Erleuchtung vom Sonnenlicht geht die Zu-sammenziehung so weit, daß fast nur ein Punctübrig bleibt; in völliger Finsterniß aber wird dieOefnung so groß, daß sie fast die ganze Fläche desRegenbogens einnimmt. H. Lambert hat denDurchmesser des Regenbogenö 4,7 Pariser Liniengroß gefunden, und bey mittelmäßiger Erleuchtung

fällt