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3 (1780) Die optischen Wissenschaften
Entstehung
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172
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172 Erste Gründe der Perspectiv.

96 . §.

Am gewöhnlichsten bedient man sich dieser Pro.jectionsart, wenn der ganze Umfang der abzubildmdenSache in Vergleichung mit dem Abstande des Augessehr klein ist: denn alsdenn sind die Strahlen, wel-che die Sache ins Auge schickt, beynahe parallel;und weil auf die geringe 'Abweichung wenig an-kommt, so nimmt man sie völlig parallel an. Wellübrigens bey der orthographischen Projektion allescheinbare Verkürzung und Schmählerung wegfällk;so wählt man sie bey Zeichnungen einzelner Gegen-stände vornemlich alsdenn, wenn man dabey mehreine solche Deutlichkeit des Bildes, die alle Theilesoviel möglich auseinander geseht darstellet, als -esvöllig natürliche Ansehen des Bildes zur Absicht hat.Daher werden Aufrisse von Maschienen und Gebäu-den orthographisch - perspektivisch gezeichnet. Auchbraucht man diese Projectionsart bey Festungen undStädten, wenn alles ohne scheinbare Schmählerungins Auge fallen soll.

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97 - §-

Wenn ein abzubildender Körper von Rechteckenals Seitenflächen eingeschlossen ist; so entwirft mandaö Bild desselben gemeiniglich so, daß eine Seiten-linie desselben mit der Grundlinie parallel liege, da-mit dieselbe, und alle mit ihr parallel lausende Linienohne weitere Umstände nach dem natürlichen Maaß-stabe können ausgemessen werden. Um die Lage desAuges zu bestimmen giebt man sich eben nicht vieleMühe, wäre denn, daß man mehrere Sachenin bestimmter Lage gegen einander abbilden wollte.

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