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3 (1780) Die optischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
162
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i6r Erste Gründe der Perspectiv.

einer von den Seitenwänden auf die Lage und An.zahl der Fensteröfnungen an. Eine Wand zwischenzweenen Fensteröfnungen mit ihnen in einerley Ebeneist allemahl weniger erleuchtet, als eine gegenüber-stehende, wofern nicht gegenüber ebenfalls Fenstervs-nungen sind: auch ist der Fußboden allemahl weitKeller, als die Decke, besonders im untern Stock-werk eines Gebäudes, weil von oben herab weit mehrLicht, als von unten hinauf fällt.

84 - §.

Will man bey der perspektivischen Zeichnung ei-nes Prospekts vorausfetzen, daß der Himmel mitWolken bedeckt sty; so muß der Schatten, welchervon den Strahlen der wolkenfrei) scheinenden Sonneherrühren würde, wegbleiben. Statt dessen wirdnun die abgebildete Gegend von der ganzen scheinba-ren Halbkugel des Himmels erleuchtet, und da giebtes wiederum eine Art von Schatten, der auögedrucktwerden muß, um der Zeichnung ihr natürliches An-sehen zu geben. Der Boden, welcher am Fuß einerMauer liegt, wird nur von dem halben Himmel be-schienen, mithin ist derselbe nicht so erleuchtet, alsandre Stellen, worauf das Licht vom ganzen Him-mel fallen kann, und er muß um deswillen leicht schat-tirt werden. Wenn zwo Mauren rechtwinklicht zu-sammen stossen, so wird der Boden unten in der Eckenur von dem vierten Lheil des Himmels beschienen,er ist also wiederum weniger erleuchtet, und muß nochstärker schattirt werden. Eben so verhalt es sich miteiner engen Gasse, und jedem andern durch umste-hende hohe Gebäude, Bäume und dergleichen mehreingeschlossenen Platz: er ist desto dunkler je kleiner

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