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3 (1780) Die optischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
159
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Der VI. Abschnitt. 159

zen desselben etwas genauer suchen muß, als in denbisher betrachteten Fallen nöthig gewesen ist. Jaselbst die Zeichnung des Halbschattens wird dabey einMittel, die eigentliche Granze des Kernschattens zufinden, und aus demjenigen, was im 62. §. derOptik davon schon vorgekommen ist, weiß man, daßes für jeden Punct des leuchtenden Körpers, welchersein Licht auf den dunklen Körper werfen kann, eineHalbschattenpyramide gebe, und daß der Raum, denalle diese Pyramiden gemein haben, der Kernschattensey. Auf der beschatteten Ebene müste man also denRaum zeichnen, den die Projektionen aller Halb-schattenpnramiden auf derselben gemein haben, umden projicirten Kernschatten vorzustellen. Dabeyhilft man sich durch allerlei) Vortheile, welche thcilsdie Gestalt der Oefnung an die Hand giebt, welchedas Tageslicht durchscheinen laßt, theils die Gestaltdes Körpers, dessen Schatten gezeichnet werden soll.Gewöhnlich haben die Thür - und Fensieröfnungenin Wohnzimmern die Gestalt rechtwmklichter Paral-lelogramme, wovon zwey Seitenlinien vertical stehen,die übrigen aber horizontal liegen. Alsdenn genügt esin den gewöhnlichsten Fallen, wenn man den Schatteneinmahl in der Voraussetzung sucht, als wenn einevon den vertikalen Seitenlinien allein leuchtend wäre,hiernächst aber auch in der Voraussetzung, als wenndie andre vertikale Seitenlinie allein leuchtend wäre.

So erhält man einen zwiefachen Halbschatten, undder Raum, den beyde gemein haben, ist der Kern-schatten.

8i. H

Es sey eine Thüröfnung, oder auch ^eine Fensteröfnung, und ans dem horizontalen Bo- ^

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